KI-Kompetenz nach Artikel 4 der KI-Verordnung: Was eure Organisation jetzt tun sollte

Stand November 2026 · Keine Rechtsberatung

Seit dem 2. August 2026 prüfen die Behörden, ob Unternehmen ihre Mitarbeitenden im Umgang mit KI weiterbilden. Grundlage ist Artikel 4 des EU AI Act: die Pflicht zur KI-Kompetenz (englisch AI Literacy), oft KI-Schulungspflicht genannt. Sie gilt für jedes Unternehmen, in dem Menschen KI beruflich nutzen.

Sie ist offener formuliert, als viele denken: Das Gesetz verlangt, dass Weiterbildung stattfindet, aber nicht, wie gut sie sein muss. Wer nur einen Haken setzt, hat mit KI noch nichts gewonnen. In unserem Leitfaden zeigen wir euch, wie ihr die Pflicht so umsetzt, dass eure Mitarbeitenden und euer Unternehmen davon profitieren.

Illustration: Von der Pflicht nach Artikel 4 zur Wirkung. Im Campus-Playground bauen Teilnehmende mit KI-Coach Henrik eigene Agenten. Rundherum die Schritte Pflicht, Rollen, Einstufung, Üben, Wirkung und Nachweis.
Auf einen Blick
Seit dem 2. Februar 2025
Unternehmen müssen Maßnahmen zur KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden ergreifen.
Seit dem 2. August 2026
Behörden prüfen die Einhaltung. In Deutschland ist die Bundesnetzagentur zuständig.
Kein eigenes Bußgeld
Für Artikel 4 gibt es keins. Die Behörden können aber im Einzelfall Maßnahmen anordnen.
Kein Zertifikat
Die EU-Kommission stellt ausdrücklich klar: Für Artikel 4 braucht ihr kein Zertifikat.
Chronologie der KI-Verordnung

Seit wann gilt die KI-Schulungspflicht, und wen betrifft sie?

Artikel 4 gilt seit dem 2. Februar 2025, seit dem 2. August 2026 kontrollieren die Behörden. Betroffen ist jedes Unternehmen, in dem Mitarbeitende KI-Werkzeuge beruflich nutzen.

  1. 2. Februar 2025 Artikel 4 gilt Ab diesem Tag müssen Unternehmen Maßnahmen zur KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden ergreifen.
  2. 27. Juli 2026 Neue Fassung Die Verordnung (EU) 2026/1744 ändert den Wortlaut von Artikel 4. Unternehmen müssen die Entwicklung der KI-Kompetenz jetzt unterstützen, statt sie sicherzustellen, und niemand muss mehr ein bestimmtes Niveau garantieren. Mehr dazu im Gesetzestext.
  3. 2. August 2026 Die Behörden kontrollieren Zuständig sind die nationalen Marktüberwachungsbehörden, in Deutschland die Bundesnetzagentur.

Wen es betrifft

Jedes Unternehmen, in dem Mitarbeitende KI beruflich nutzen. Auch wer nur fremde Werkzeuge wie ChatGPT oder Copilot einsetzt, ist als Betreiber verpflichtet. Ausgenommen ist nur private Nutzung.

Was bei Verstößen passiert

Für Artikel 4 gibt es kein eigenes Bußgeld. Die Behörden können aber im Einzelfall Maßnahmen anordnen. Mehr dazu in den häufigen Fragen weiter unten.

Unser Rat: Versucht nicht, einen Haken zu setzen. Die EU ist bei Artikel 4 so vage geblieben, dass unklar ist, ob das überhaupt geht. Warum, lest ihr in den Abschnitten zum Gesetzestext, zum Spielraum und zum Maßstab. Leider gibt es trotzdem viele Anbieter, die mit der Angst vor Strafen schnell zu Vertragsabschlüssen drängen wollen. Angst ist kein guter Berater. Gestaltet stattdessen ein Enablement-Programm, das eure Mitarbeitenden und euer Unternehmen wirklich weiterbringt. Dann ist die Pflicht aus Artikel 4 fast nebenbei erfüllt. Ein guter erster Schritt ist ein Überblick, welche KI-Werkzeuge bei euch tatsächlich genutzt werden, auch die, die nie offiziell eingeführt wurden.

Der Gesetzestext

Was verlangt Artikel 4 des EU AI Act?

Anbieter und Betreiber von KI-Systemen müssen Maßnahmen ergreifen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals zu unterstützen. Seit der Neufassung vom 27. Juli 2026 muss niemand mehr ein bestimmtes Niveau garantieren.

Heute
„Die Anbieter und Betreiber von KI-Systemen ergreifen Maßnahmen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals und anderer Personen zu unterstützen, die in ihrem Auftrag mit dem Betrieb und der Nutzung von KI-Systemen befasst sind, wobei ihre technischen Kenntnisse, ihre Erfahrung, ihre Aus- und Fortbildung und der Kontext, in dem die KI-Systeme eingesetzt werden sollen, sowie die Personen oder Personengruppen, bei denen die KI-Systeme eingesetzt werden sollen, zu berücksichtigen sind. Diese Verpflichtung verpflichtet Anbieter oder Betreiber nicht, für irgendeine Person ein bestimmtes Niveau an KI-Kompetenz zu garantieren.“

Art. 4 Abs. 1 KI-Verordnung (EU) 2024/1689 in der Fassung der Verordnung (EU) 2026/1744. Quelle: AI Act Service Desk der EU-Kommission

Bis Juli 2026
„Die Anbieter und Betreiber von KI-Systemen ergreifen Maßnahmen, um nach besten Kräften sicherzustellen, dass ihr Personal und andere Personen, die in ihrem Auftrag mit dem Betrieb und der Nutzung von KI-Systemen befasst sind, über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügen …“

Art. 4 KI-Verordnung (EU) 2024/1689, ursprüngliche Fassung (ABl. L vom 12.07.2024). Quelle: EUR-Lex

Unterstützen statt sicherstellen

Die alte Fassung konnte man so lesen, dass Unternehmen für ein Ergebnis einstehen müssen. Jetzt geht es ausdrücklich um das Bemühen.

Kein garantiertes Niveau für einzelne Personen

Kein Unternehmen muss garantieren, dass eine einzelne Person ein bestimmtes Niveau erreicht. Das steht jetzt direkt im Gesetz.

Unterstützung für den Mittelstand

Kommission und Mitgliedstaaten sollen Unternehmen helfen, vor allem kleinen und mittleren. Ein europäisches Gremium soll gemeinsame Ziele empfehlen.

Was das für euch heißt: Die Pflicht und der Maßstab sind geblieben. Die Maßnahmen müssen zum Wissen der Person passen und dazu, wie sie KI einsetzt. Ein Kurs für alle wird deshalb kaum reichen. Ihr braucht unterschiedliche Lernreisen für unterschiedliche Rollen. Und mit kurzen Kursen zu Compliance und Governance ist es nicht getan. Es geht nicht nur darum, KI sicher zu nutzen, sondern sie produktiv einzusetzen. Das verlangt einen breiteren Blick, der auch Führung einschließt.

Mehr Spielraum als gedacht

Was verlangt Artikel 4 nicht?

Artikel 4 legt fest, dass Unternehmen für ausreichende KI-Kompetenz sorgen müssen, aber nicht, wie. Laut EU-Kommission gibt es dafür keine festen Vorgaben:

  • Kein vorgeschriebenes Curriculum
  • Keine Mindestzahl an Stunden
  • Kein vorgeschriebenes Format, egal ob Präsenz, online oder Selbststudium
  • Kein Zertifikat. Die Kommission sagt ausdrücklich, dass keins nötig ist.
  • Kein garantiertes Kompetenzniveau für einzelne Personen

Quelle: KI-Kompetenz – Fragen & Antworten der EU-Kommission

Eine Garantie gibt es nicht. Selbst wer die Beispiele der Kommission übernimmt, ist laut Kommission nicht automatisch konform. Rechtssicherheit kann heute niemand garantieren, auch wir nicht.

Für L&D ist das eine Chance. Wenn es den sicheren Haken nicht gibt, lohnt sich der höhere Anspruch: eine Weiterbildung, die nach bestem Wissen und Gewissen gestaltet ist, eure Mitarbeitenden wirklich befähigt und echten Business Value liefert. Damit lässt sich bei der Geschäftsführung auch das nötige Budget begründen. Was angemessen heißt, zeigt der nächste Abschnitt.

Der Maßstab

Was heißt „angemessen“ bei der KI-Kompetenz?

Angemessen sind Maßnahmen, die zum Wissen der Person passen und dazu, wie sie KI einsetzt. Ein Kurs für alle wird deshalb kaum reichen.

Die Kriterien aus Artikel 4
Die Person
Technisches Wissen, Erfahrung und Ausbildung
Der Einsatz
Der Kontext, in dem KI genutzt wird
Die Betroffenen
Die Menschen, auf die KI angewendet wird

Außerdem gehören laut Gesetz Chancen und Risiken zur KI-Kompetenz. Es geht also um produktive Nutzung, nicht nur um sichere.

Unterscheiden

Lernreisen je Rolle

Die Kommission bestätigt, dass unterschiedliche Niveaus je nach Vorwissen und Rolle sinnvoll sind. Eine Führungskraft, die über den Einsatz von KI entscheidet, braucht etwas anderes als jemand, der damit täglich Texte schreibt.

Festhalten

Wer hat was bekommen?

Ein Nachweis ist nicht vorgeschrieben. Die Kommission empfiehlt aber, intern zu dokumentieren, welche Schulungen und Maßnahmen es gab.

Unsere Sicht: Eine Teilnahmeliste zeigt, dass jemand da war. Sie zeigt nicht, ob die Weiterbildung zu dieser Person und ihrer Arbeit gepasst hat. Wörtlich steht das nicht im Gesetz. Wenn eine Behörde einen Einzelfall prüft, wird sie aber danach fragen. Ein Haken beantwortet diese Frage nicht. Ein Enablement-Programm mit Lernreisen je Rolle, wie wir es in unserem Rat empfehlen, beantwortet sie. Und es bringt euer Unternehmen mit KI weiter.

Unser Anspruch

Woran erkennt man, ob KI-Weiterbildung wirkt?

Wir messen Weiterbildung am Modell von Donald Kirkpatrick mit vier Ebenen, auf denen sie wirken kann. Artikel 4 erreicht nicht einmal die erste.

Artikel 4 verlangt, dass es eine Maßnahme gibt, aber nicht, dass sie den Menschen gefällt. Wir nennen das Ebene 0. Mit unseren Kunden wollen wir auf allen vier Ebenen darüber etwas erreichen.

  1. Ebene 0

    Die Pflicht

    Es gibt eine Maßnahme und sie ist dokumentiert. Mehr verlangt Artikel 4 nicht.

  2. Ebene 1

    Reaktion

    Die Teilnehmenden erleben die Weiterbildung als echten Mehrwert für ihre Arbeit. Über die letzten 15 Jahre liegt unser Net Promoter Score bei 97. Nach jedem Kurs holen wir Feedback ein und werten es mit euch aus.

  3. Ebene 2

    Lernen

    Die Teilnehmenden lernen etwas. Dafür sorgt Henrik, unser KI-Coach. Er stellt zu Beginn im Gespräch fest, wo jede Person steht. Während und nach dem Kurs ist er Sparringspartner und geht dabei auf genau diesen Stand ein. Die Prüfung, ebenfalls im Gespräch, zeigt, was sich verändert hat.

  4. Ebene 3

    Verhalten

    Die Teilnehmenden arbeiten anders als vorher. Deshalb üben sie im Playground an ihren eigenen Aufgaben. Nach dem Kurs fragt Henrik immer wieder nach und hilft dabei, das Gelernte in den Alltag zu übertragen. Aus unserer Sicht gibt es keinen wirksameren Weg, Menschen zu neuem Verhalten zu verhelfen.

  5. Ebene 4

    Ergebnisse

    Eure Mitarbeitenden erreichen tatsächlich mehr, jede Person in ihrem eigenen Feld. Was sich konkret verbessert hat, erfährt Henrik im Sparring mit den Teilnehmenden. Wir bereiten das für euch auf, damit ihr seht, was die Weiterbildung eurem Unternehmen bringt.

Auch der EU-Gesetzgeber sieht in der Pflicht nur den Anfang. In der Begründung zur Neufassung heißt es:

KI-Kompetenz sollte „unabhängig von gesetzlichen Verpflichtungen und möglichen Sanktionen eine strategische Priorität sein“.
Erwägungsgrund 8 der Verordnung (EU) 2026/1744
6 %
KI-Vorreiter
der Unternehmen führen mindestens fünf Prozent ihres Ergebnisses auf KI zurück
¾ statt ¼
Neue Arbeitsabläufe
der Vorreiter gestalten ihre Abläufe rund um KI grundlegend neu, sonst nur ein Viertel
2×
Sichtbare Führung
so häufig steht bei den Vorreitern die Führung sichtbar hinter den KI-Initiativen

Quelle: McKinsey, The State of AI, Erhebung vom August 2026, 1.719 Befragte

Warum uns das wichtig ist: McKinsey hat elf Praktiken identifiziert, die diese Unternehmen vom Rest unterscheiden. Neue Abläufe entstehen aber nur, wenn die Menschen, die darin arbeiten, KI produktiv einsetzen können. Genau da setzt gute Weiterbildung an.

Was wir versprechen und was nicht: Mit Campus könnt ihr belegen, dass ihr für unterschiedliche Rollen passende Maßnahmen ergriffen habt. Rechtskonform macht euch aber kein Kurs, auch unserer nicht. Uns geht es darum, dass sich die Weiterbildung für euch lohnt.

Unser Ansatz

Was braucht es, damit sich KI-Weiterbildung auszahlt?

Ein Kurs allein reicht nicht. Damit sich Weiterbildung für euer Unternehmen auszahlt, im Kirkpatrick-Modell also Ebene 4, müssen drei Dinge zusammenkommen: Access, Enablement und Redesign.

Liegt bei euch

Access

Eure Mitarbeitenden haben die richtigen KI-Werkzeuge, sicher eingerichtet. Welche das sind, entscheidet ihr. Unsere Inhalte funktionieren mit jedem Werkzeug, auch wenn ihr später wechselt. Mit dem Enablement könnt ihr schon vorher starten, im Playground.

Hier helfen wir

Enablement

Grundverständnis reicht nicht. Eure Mitarbeitenden müssen üben, und zwar an ihren eigenen Aufgaben. Im Campus lernen sie im eigenen Tempo, Henrik begleitet sie vom Einstufungsgespräch bis in den Arbeitsalltag. Im Playground probieren sie das Gelernte direkt aus.

Hier helfen wir

Redesign

Die größte Wirkung entsteht, wenn Abläufe neu gedacht werden, nicht wenn alte etwas schneller laufen. Den Anstoß geben Führungskräfte. In AI for Leaders erfahren sie, was KI für ihren Bereich bedeutet, und starten das Redesign in ihren Teams.

Was uns unterscheidet: Viele Weiterbildungen enden beim Enablement. Wir verbinden es mit Redesign: Führungskräfte lernen in AI for Leaders, Abläufe neu zu denken, und ihre Teams bekommen im Campus das Handwerkszeug, um das umzusetzen. Erst wenn beides zusammenkommt, wird Ebene 4 erreichbar.

Angebot

Wie wir euch beim Aufbau von KI-Kompetenz unterstützen

Campus mit Henrik, den Playground und unsere Live Trainings AI for Leaders und AI for Practitioners könnt ihr sofort nutzen. Seit November 2026 gibt es im Campus auch den ersten Kurs aus unserem Lernpfad zur KI-Kompetenz, weitere Themen folgen.

Jetzt verfügbar

E-Learning

Campus mit Henrik

Einstufung zu Beginn, Sparring während und nach den Kursen, Prüfung im Gespräch und eine Auswertung für euch.

Mehr zu Campus

Im Campus

Playground

Unsere geschützte Übungsumgebung im Campus. Hier bauen Teilnehmende eigene Agenten und kleine Werkzeuge, ohne zu programmieren.

So sieht der Playground aus

Live Training

AI for Leaders

Für Führungskräfte: Was KI für Führung bedeutet. Ab November 2026 auch als E-Learning im Campus.

Mehr zu AI for Leaders

Live Training

AI for Practitioners

Für alle, die KI in ihrer täglichen Arbeit einsetzen. Demnächst auch als E-Learning im Campus.

Mehr zu AI for Practitioners

Custom Journeys

Schon heute stellen wir für Unternehmen eigene Lernreisen zusammen, als Mix aus Live Trainings und E-Learning. Mehrere Kunden haben sie bereits durchlaufen, mit sehr gutem Feedback.

Lernpfad

Welche Themen deckt unser Lernpfad zur KI-Kompetenz ab?

Unser Lernpfad ist eine Roadmap mit sechzehn Themen in vier Bereichen: Grundlagen, Praxis, Agenten und Automatisierung sowie Themen für bestimmte Rollen. Bis Ende 2027 wollen wir sie alle abdecken. Ob ein Thema ein eigener Kurs wird oder Teil eines größeren, entscheiden wir bei der Entwicklung. Auch die Roadmap selbst kann sich dabei noch ändern.

Verfügbar In Produktion Geplant

Grundlagen

Für alle, ohne Vorwissen

1
Wie KI funktioniert und wo sie scheitert Was ein Sprachmodell macht, warum es auch bei falschen Antworten überzeugend klingt und wo seine Grenzen liegen. Kurs: AI Foundations: Seeing AI Clearly Bisher auf Englisch, weitere Sprachen sind in Produktion und Planung.
2
KI im Arbeitsalltag Aufgaben aus dem Alltag, bei denen KI heute schon hilft, und wie ihr euch das zur Gewohnheit macht.
3
Sicher und verantwortungsvoll nutzen Was euer Unternehmen erlaubt und was das für euch heißt: Daten, Vertraulichkeit, Urheberrecht, freigegebene Werkzeuge und die KI-Verordnung.
4
KI-generierte Inhalte erkennen Texte, Bilder und Stimmen prüfen, bevor ihr darauf reagiert.

Praxis

Für den Arbeitsalltag

5
KI anleiten wie einen Kollegen Klare Anweisungen, Kontext und Beispiele. Daraus entsteht ein Assistent, den ihr immer wieder nutzen könnt.
6
Ergebnisse prüfen und verbessern Fehler erkennen und entscheiden, wann ein Ergebnis gut genug ist.
7
KI mit eigenen Dokumenten und Daten Antworten und Analysen auf Basis eurer Dateien, Tabellen und eurer Wissensbasis.
8
Recherche und größere Arbeitspakete Größere Aufgaben wie ein Marktüberblick oder ein Bericht. Die KI recherchiert und entwirft, ihr steuert.
9
Mit KI schreiben, ohne die eigene Stimme zu verlieren E-Mails, Angebote und Dokumente, die weiter nach euch und eurem Unternehmen klingen.

Mehr als Chat

Agenten und Automatisierung

10
Vom Assistenten zum Agenten Was sich ändert, wenn KI selbst handelt, und wo Menschen die Kontrolle behalten.
11
Den ersten eigenen Agenten bauen Einen Agenten für eine echte Aufgabe aus eurer Arbeit entwerfen, bauen und testen.
12
Automatisieren und Abläufe verketten KI an eure Systeme anbinden und mehrere Schritte zu Abläufen verbinden.
13
Ein kleines Werkzeug selbst bauen Beschreiben, was ihr braucht, und eine funktionierende Anwendung bauen, ohne zu programmieren.

Nach Rolle

Für besondere Verantwortung

14
Entscheiden, wo KI im eigenen Bereich hingehört Für alle, die entscheiden: wo KI eingesetzt wird, wer sie beaufsichtigt und was dokumentiert wird.
15
KI mit Team und Betriebsrat einführen Ein neues KI-System früh ankündigen und Bedenken ernst nehmen.
16
KI beaufsichtigen, die über Menschen entscheidet Für Entscheidungen in Recruiting, Kredit und Versicherung: menschliche Aufsicht in der Praxis.

Lernpfade nach Rolle

Grundlagen Praxis Mehr als Chat Nach Rolle AI for Leaders
1234 56789 10111213 141516
Alle Mitarbeitenden
Die meisten
Erfahrene Anwender
Führungskräfte
Aufsicht in Hochrisikobereichen

Unser Tipp: Achtet bei jeder Weiterbildung darauf, wie persönlich sie ist. Je besser sie zur Rolle und zur Arbeit einer Person passt, desto eher entsteht neues Verhalten, und genau diesen Einsatzkontext nennt auch Artikel 4. Bei uns geben Teilnehmende schon heute ihre Funktion an, etwa Vertrieb, Personal, Finanzen oder Technik, und Henrik passt Beispiele und Übungen an ihre Arbeit an. Spätestens im dritten Quartal 2027 gehen wir weiter: komplett individuelle Lernreisen für jede Person.

Roadmap

Wann kommen die nächsten Themen?

Bis Ende 2026 sollen die Grundlagen stehen. 2027 planen wir jedes Quartal einen neuen Baustein: Praxis, Agenten und Automatisierung, individuelle Lernreisen und schließlich die Themen nach Rolle. Im Lauf der Entwicklung kann sich die Roadmap noch ändern.

  1. Bereits vorhanden Live Trainings, Custom Journeys, Campus AI for Leaders und AI for Practitioners als Live Trainings, Custom Journeys für Unternehmen, dazu Campus mit Henrik und Playground.
  2. 2. November 2026 AI Foundations: Seeing AI Clearly Der erste Kurs der Grundlagen, im Campus. Bisher auf Englisch, weitere Sprachen sind in Produktion und Planung.
  3. November 2026 AI for Leaders als E-Learning Das Live Training gibt es dann zusätzlich im Campus.
  4. Bis Ende 2026 Grundlagen Themen 2 bis 4, für alle Mitarbeitenden.
  5. Q1 2027 Praxis Themen 5 bis 9, die Fähigkeiten für den Arbeitsalltag.
  6. Q2 2027 Mehr als Chat Themen 10 bis 13, Agenten und Automatisierung.
  7. Q3 2027 Individuelle Lernreisen Komplett individuelle Lernreisen für jede Person, passend zu Rolle, Stand und Aufgaben.
  8. Q4 2027 Themen nach Rolle und für Hochrisiko-KI Themen 14 bis 16, darunter „KI beaufsichtigen, die über Menschen entscheidet“.
Playground

KI-Agenten bauen, ohne zu programmieren

Im Playground des Agile Academy Campus probieren eure Mitarbeitenden das Gelernte direkt aus. Sie bauen eigene KI-Agenten und kleine Anwendungen für ihre eigenen Aufgaben und üben Prompting, ohne zu programmieren und in einer geschützten Umgebung. Heute gibt es dort die Module Agents, Coding und Chat, mit den nächsten Kursen kommen weitere Werkzeuge dazu.

Der Playground im Campus Drei Werkzeuge zum Ausprobieren:
  • Agents: eigene KI-Agenten bauen
  • Coding: kleine Anwendungen bauen, einfach indem ihr beschreibt, was ihr braucht
  • Chat: Prompting üben und Antworten vergleichen

Vereinfachte, prototypische Darstellung.
Probiert es aus: Klickt auf die Karten und Buttons im Fenster.

Campus · Playground
Playground
Werkzeuge zum Bauen und Ausprobieren

Befähigung vor dem Rollout. Weil der Playground eine eigene, sichere Umgebung ist, müsst ihr KI in eurem Unternehmen noch nicht ausgerollt haben, um mit der Weiterbildung zu starten. Eure Mitarbeitenden lernen und üben schon, während ihr über Werkzeuge und Freigaben entscheidet.

Was uns unterscheidet. Eine Übungsumgebung, die mit den Kursen mitwächst, ist bei uns fester Teil der Weiterbildung. Das bieten die meisten Anbieter nicht.

Nachweis mit Campus

Wie dokumentiert ihr KI-Kompetenz nach Artikel 4?

Ein Nachweis ist nicht vorgeschrieben. Die Kommission empfiehlt aber, intern festzuhalten, wer welche Weiterbildung bekommen hat. Campus nimmt euch das ab und zeigt zugleich, ob die Weiterbildung wirkt.

Wo jemand steht

Zu Beginn führt Henrik mit jeder Person ein kurzes Gespräch zur Einstufung. Daraus ergeben sich ihr Ausgangsstand und ihr persönlicher Lernpfad durch die Kurse.

Wer vorankommt

Ihr seht, wer Fortschritte macht, wer hängt und wo die Gruppe steht. Umfragen und Einreichungen lassen sich exportieren, auf Wunsch des Betriebsrats auch anonymisiert.

Was jemand kann

Die Prüfung ist ein Gespräch mit Henrik. Bewertet wird, ob jemand das Gelernte anwenden kann. Für Artikel 4 braucht ihr kein Zertifikat (siehe Spielraum), unseres zeigt echtes Können.

Was privat bleibt

Die Gespräche mit Henrik sind privat, weder Führungskräfte noch Admins sehen sie. Das schützt eure Mitarbeitenden und erleichtert das Gespräch mit dem Betriebsrat.

Auf eure Anforderungen zugeschnitten: Jedes Unternehmen dokumentiert anders. Deshalb klären wir mit jedem Kunden, was ihr intern konkret braucht, etwa für Personalabteilung, Rechtsabteilung oder Betriebsrat, und gestalten den Admin-Bereich entsprechend.

Preise

Was kostet die KI-Weiterbildung mit Campus?

Mit Campus bekommen eure Mitarbeitenden Zugriff auf alle verfügbaren Online-Kurse und alle, die während eurer Laufzeit dazukommen, samt Möglichkeit zur Zertifizierung, den KI-Coach Henrik, den Playground und die Community.

Zum 1. Januar 2027 erhöhen wir den Preis. Wer vorher bucht, sichert sich noch den bisherigen.

Ab 1. Januar 2027

999 €
netto pro Person und Jahr

Für Buchungen ab dem 1. Januar 2027.

Inklusive
  • Alle Online-Kurse, auch neue während eurer Laufzeit
  • KI-Coach Henrik
  • Playground
  • Möglichkeit zur Zertifizierung
  • Community

Euer Preisvorteil bei Buchung bis 31. Dezember 2026: Ihr zahlt 499 statt 999 Euro pro Person und Jahr, nicht nur im ersten Jahr, sondern solange euer Abonnement läuft. Ein Rechenbeispiel: Bei 50 Mitarbeitenden spart ihr so 25.000 Euro, jedes Jahr.

Hochrisiko-KI

Was gilt zusätzlich für Hochrisiko-KI (Artikel 26)?

Wer Hochrisiko-KI betreibt, etwa in der Personalauswahl, muss nach Artikel 26 Absatz 2 die menschliche Aufsicht Personen übertragen, die dafür kompetent, geschult und befugt sind. Anders als bei Artikel 4 drohen hier Bußgelder.

Auf einen Blick
Wo es gilt
Etwa Personalauswahl, Kreditprüfung, Lebens- und Krankenversicherung
Was gilt
Aufsicht durch Menschen, die dafür kompetent, geschult und befugt sind
Ab wann
Für die meisten dieser Systeme gilt die Pflicht ab dem 2. Dezember 2027
Was droht
Bußgelder, anders als bei Artikel 4, der keine eigenen vorsieht

Ob ein System darunter fällt, müsst ihr als Betreiber selbst einschätzen.

Ein Fall aus dem Datenschutzrecht

Wie ernst Behörden echte menschliche Aufsicht nehmen

825 Mio. €
Bußgeld gegen Uber
verhängte die niederländische Datenschutzbehörde im August 2026, weil Fahrerkonten ohne menschliche Prüfung gesperrt wurden. Uber hat Berufung eingelegt.

Quelle: Autoriteit Persoonsgegevens, Mitteilung vom 21. August 2026 (auf Englisch)

Unser Rat. Klärt früh, ob eines eurer Systeme als Hochrisiko-KI gilt. Die Frist ist der 2. Dezember 2027, und die Menschen, die die Aufsicht übernehmen, brauchen Vorlauf.

So unterstützen wir euch. Beratung zur Umsetzung bieten wir schon heute gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus unserem Netzwerk an. Die Grundlagen legen Themen aus unserem Lernpfad, etwa „Ergebnisse prüfen und verbessern“ und „Vom Assistenten zum Agenten“. Bis Dezember 2027 wollen wir unser Angebot um Inhalte speziell für diese Aufgabe erweitern.

FAQ

Häufige Fragen zur KI-Kompetenz nach Artikel 4

Kurze Antworten auf die Fragen, die uns HR, L&D und Geschäftsführungen am häufigsten zu Artikel 4 stellen.

Grundlagen

Der EU AI Act ist die europäische KI-Verordnung, offiziell Verordnung (EU) 2024/1689. Sie regelt, wie Unternehmen in der EU KI entwickeln und einsetzen. Als Verordnung gilt sie direkt in allen Mitgliedstaaten, ohne nationales Umsetzungsgesetz.

Artikel 3 Nummer 56 der KI-Verordnung beschreibt KI-Kompetenz als die Fähigkeiten, Kenntnisse und das Verständnis, um KI-Systeme sachkundig einzusetzen und sich der Chancen, Risiken und möglichen Schäden bewusst zu sein. Es geht also um sichere und um produktive Nutzung.

Artikel 4 gilt seit dem 2. Februar 2025. Seit dem 2. August 2026 kontrollieren die nationalen Behörden die Einhaltung. Am 27. Juli 2026 wurde der Wortlaut durch die Verordnung (EU) 2026/1744 geändert.

Seit dem 27. Juli 2026 müssen Unternehmen die Entwicklung der KI-Kompetenz unterstützen, statt sie sicherzustellen. Außerdem steht jetzt im Gesetz, dass niemand ein bestimmtes Kompetenzniveau garantieren muss.

Ja. Wer KI-Werkzeuge anderer Anbieter beruflich einsetzt, gilt als Betreiber und ist verpflichtet. Ausgenommen ist nur die private Nutzung.

Betreiber ist jedes Unternehmen und jede Organisation, die ein KI-System in eigener Verantwortung nutzt. Ob ihr das System selbst entwickelt oder einkauft, spielt keine Rolle. Ausgenommen ist nur die rein private Nutzung.

Ja, eine Ausnahme nach Unternehmensgröße gibt es nicht. Die Neufassung sieht aber vor, dass Kommission und Mitgliedstaaten gerade kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung unterstützen.

Ja. Artikel 4 umfasst neben dem eigenen Personal auch andere Personen, die in eurem Auftrag KI-Systeme betreiben oder nutzen, etwa Freelancer oder Dienstleister.

Umsetzung im Unternehmen

Ihr müsst Maßnahmen ergreifen, die die KI-Kompetenz eurer Mitarbeitenden entwickeln. Weiterbildung ist dafür der naheliegende Weg. Wie sie aussieht, schreibt das Gesetz nicht vor.

Keine. Es gibt weder eine Mindestzahl an Stunden noch ein vorgeschriebenes Format oder Curriculum.

Rechtlich ist kein Format vorgeschrieben. Das Gesetz verlangt aber, dass die Maßnahmen zu Wissen, Erfahrung und Einsatz der Person passen. Die Kommission bestätigt, dass unterschiedliche Niveaus je nach Rolle sinnvoll sind.

Nein. Die EU-Kommission stellt ausdrücklich klar, dass kein Zertifikat nötig ist.

Vorgeschrieben ist es nicht. Die Kommission empfiehlt aber, intern festzuhalten, welche Schulungen und Maßnahmen es gab. Campus vereinfacht das: In der Admin-Oberfläche liegt bereits alles vor, was ihr dafür braucht, etwa wer welche Kurse abgeschlossen hat und wo jede Person steht. Mehr dazu unter Nachweis.

Die KI-Verordnung nennt keinen Turnus. Weil sich Werkzeuge und Einsatzbereiche schnell ändern, empfehlen wir, die Maßnahmen mindestens einmal im Jahr zu überprüfen und bei neuen Werkzeugen nachzuschärfen. Genau deshalb ist Campus ein Abonnement: Wir halten die Inhalte laufend aktuell und ergänzen neue Themen, damit eure Mitarbeitenden immer die Weiterbildung haben, die gerade relevant ist.

Die KI-Verordnung verpflichtet das Unternehmen, nicht eine bestimmte Funktion. In der Praxis liegt das Thema meist bei Personalentwicklung oder L&D, zusammen mit IT, Rechtsabteilung und Datenschutz. Wichtig ist, dass jemand die Verantwortung klar übernimmt.

Artikel 4 regelt das nicht. In Deutschland hat der Betriebsrat aber in der Regel Mitbestimmungsrechte, wenn KI-Systeme eingeführt werden und wenn es um betriebliche Weiterbildung geht. Bezieht ihn deshalb früh ein.

Kontrolle und Sanktionen

Die nationalen Marktüberwachungsbehörden, in Deutschland die Bundesnetzagentur. Sie ist seit dem 2. August 2026 zuständig.

Für Artikel 4 gibt es kein eigenes Bußgeld. Die Behörden können aber im Einzelfall Maßnahmen anordnen, die verhältnismäßig sein müssen. Die oft zitierten 35 Millionen Euro betreffen verbotene KI-Praktiken, nicht Artikel 4. Wer KI in Hochrisikobereichen einsetzt, hat zusätzliche Pflichten nach Artikel 26. Dort sind Bußgelder möglich.

Artikel 4 gilt für jede berufliche KI-Nutzung und verlangt Maßnahmen zur KI-Kompetenz. Artikel 26 gilt für Betreiber von Hochrisiko-KI-Systemen, etwa in der Personalauswahl, bei der Kreditprüfung oder in der Versicherung. Dort muss die menschliche Aufsicht bei Personen liegen, die dafür kompetent, geschult und befugt sind, und bei Verstößen drohen Bußgelder. Für die meisten dieser Systeme gilt das ab dem 2. Dezember 2027.

Weiterbildung mit Agile Academy

Nein. Kein Kurs und kein Anbieter kann euch Rechtssicherheit versprechen, auch wir nicht. Ein Kurs kann aber helfen, angemessene Maßnahmen zu belegen. Und wenn er gut ist, bringt er euer Unternehmen weiter.

Campus, unsere Lernplattform mit dem KI-Coach Henrik und dem Playground, dazu Live Trainings wie AI for Leaders und AI for Practitioners. Der Lernpfad unterscheidet nach Rolle und reicht von den Grundlagen bis zum Bau eigener Agenten.

Bis zum 31. Dezember 2026 kostet Campus 499 Euro netto pro Person und Jahr. Zum 1. Januar 2027 passen wir den Preis auf 999 Euro an. Wer vorher bucht, sichert sich den Preis für die gesamte Laufzeit des Abonnements. Ab 100 Plätzen machen wir euch ein eigenes Angebot.

Kontakt

Fragen? Sprecht uns an

Ob zu Artikel 4, zum Campus oder zum nächsten sinnvollen Schritt in eurem Unternehmen: Schickt uns eure Fragen oder ruft direkt an. Wir melden uns schnell zurück.

Foto von Philip Rogowski - Customer Success Manager der Agile Academy

Philip Rogowski

Customer Success Manager

team@agile-academy.com

+49 151 610 59 938

Mo-Fr.: 09 - 17 Uhr Beratung
KI-Assistent

AI Assistant

Erhalte sofortige Hilfe und Antworten.

Philip kann jederzeit einspringen.

Verfügbar 24/7

Unsere Quellen – Worauf sich dieser Leitfaden stützt

Rechtstexte

  • Verordnung (EU) 2026/1744, amtliche deutsche Fassung im Amtsblatt, veröffentlicht am 24. Juli 2026, in Kraft seit 27. Juli 2026. Darin Artikel 1 Nummer 5 mit der Neufassung von Artikel 4 und Erwägungsgrund 8.
  • Verordnung (EU) 2024/1689, die KI-Verordnung, insbesondere Artikel 3 mit den Begriffen Betreiber und KI-Kompetenz, Artikel 26 zu den Pflichten der Betreiber von Hochrisiko-KI-Systemen, Artikel 99 zu den Sanktionen und Artikel 113 zum Geltungsbeginn.

Behörden und Kommission

Studien