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Gelegentlich begegne ich Teams, die Größenangaben von Kleidung (S, M, L …) zum Einschätzen nutzen. Diese Einheiten sind anfangs noch in Ordnung. Sie haben aber zwei große Nachteile.

Nachteile von T-Shirt Größen für User Stories

  • Man kann sie nicht addieren. Sie können Ihrem Chef nicht sagen, dass Sie nach drei M Items, vier L Items und zwei S Items fertig sein werden.

  • Ihre Vorstellung von einem XL Item ist vielleicht nicht die gleiche, die ich davon habe. Sie denken es ist 50% größer als L und ich denke es ist nur 25% größer.

Die Lösung

Diese Probleme kann man umgehen, wenn man beispielsweise vorschlägt, dass ein M eine 5 ist und ein L eine 10.

Der größte Vorteil von T-Shirt Größen ist die Einfachheit. Wenn ein Team mit T-Shirt Größen anfangen möchte, kann es das tun. Später sollte man aber besser Zahlen verwenden. Man kann nämlich vergessen, dass ein XL 33% größer ist als ein L. Man wird aber nicht vergessen, dass eine 10 doppelt so groß ist wie eine 5. (Und wenn doch hat man ein anderes Problem!)

Fazit

Mit T-Shirt Größen kann man sich gut an das Einschätzen mit relativen Einheiten gewöhnen. Fangen Sie also ruhig damit an, wenn sich Ihr Team erst mal damit wohler fühlt. Dennoch sollten Sie den Größen grobe Werte zuordnen (M=5) und allmählich dazu übergehen, direkt Zahlen zum Einschätzen zu nutzen.

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Über den Autor

Mike

Mountain Goat Software

 

Mike Cohn betreut seit über 20 Jahren Unternehmen bei der Einführung von Scrum & Agile. Er hat sowohl Erfahrung in der Agilen Transformation bei Startups wie auch den größten Unternehmen der Welt. Die Agile Academy vertraut auf seine Erfahrung und hat sich daher die Rechte an der Veröffentlichung seiner Artikel in deutscher Sprache gesichert. Alle Artikel finden sich als englisches Original im Blog auf Mountain Goat Software.